Was bisher geschah …

Was bisher geschah …

Der Wind heult in den Wanten, es ist so kalt, dass man nicht einmal die Nase aus der Luke strecken mag – sie friert einem sofort ein. Mit jeder Bewegung die das Boot macht, knirscht die dünne Schicht aus Eis am Rumpf und dann fallen auch noch dicke weiße Flocken und hüllen unsere TamTam noch einmal komplett ein. Und das alles Ende März, wir hatten schon fest mit dem Frühling gerechnet!

TamTam im Schnee

Inzwischen ist er ja Gott sein Dank auch angekommen – und wer will denn jetzt noch etwas über den Winter hören/lesen? Wir hatten gut zu tun, im letzten halben Jahr und deshalb sind unsere Blogbeiträge etwas zu kurz gekommen 🙂  Aber ab jetzt sind wir dabei, unsere nächsten Bootsprojekte umzusetzen und natürlich auch darüber zu berichten. Es sind schon jede Menge spannende Themen in der Warteschleife, aber damit alle auf dem Laufenden sind, gibt es hier noch einmal einen Rückblick auf das letzte halbe Jahr:

Schlepper in Bremerhaven

Der Winter war kalt und lang, wir hatten eine Menge Schnee und Eis im Hafen, aber unsere Planar Dieselheizung hat sich gut geschlagen und unter Deck war es gemütlich warm. Die Heizung ist quasi fünf  Monate am Stück tapfer durchgelaufen und hat uns keinen Grund zur Klage gegeben. Auch unser Winterhafen war super, wir hatten Duschräume mit Fußbodenheizung und die Waschmaschinen direkt am Stegende. Außerdem einen eigenen Parkplatz direkt in Bootsnähe und ganz tollen Service im Hafenbüro. Es gab auch ein paar sehr nette Stegnachbarn und einen ruhigen Liegeplatz mit toller Aussicht mitten in der Stadt. Besser konnten wir es kaum treffen, auch die Umgebung war sehr schön, jede Menge „Dicke Pötte“ und auch sonst viel zu gucken. An manchen Tagen konnten wir sogar die Affen aus dem Zoo am Meer hören und der Weg ins Einkaufszentrum war zu Fuß in 10 Minuten geschafft – Bremerhaven ist toll und seine Einwohner auch, wäre da nur nicht die Kälte 😉

Wir waren fleißig im Winter, auch wenn wir nicht so oft darüber berichtet haben. Birte hat in der Zeit ihren ersten Roman veröffentlicht und ihre erste Lesung gehalten. Das war eine Menge Arbeit und sehr aufregend. Die ganze Textüberarbeitung, der Satz und der Druck haben schon jede Menge Zeit in Anspruch genommen, dann war es soweit: das fertige Buch kam an der Rezeption im Hafen an! Nun mussten natürlich auch noch jede Menge Bücher signiert und verschickt werden, da war der Salontisch plötzlich doch recht klein. Sogar die Nordsee-Zeitung hat über unser Überwintern an Bord und die Veröffentlichung von „Enya – Windsbraut“ berichtet! Wegen einer Nominierung zu einem Literaturpreis haben wir die erste Video-Online-Lesung produziert und kurz darauf stand schon die erste „echte“ Lesung in der Buchhandlung „Mausbuch“ in Bremerhaven an. Der arme Nico musste sich dunkle Winterabende lang die sich ständig wiederholenden Vorleseübungen von Birte anhören 🙂

Birte signiert ihre Bücher

Am Schiff war natürlich auch eine Menge zu tun: Wir haben das Schiff komplett isoliert und jede Menge Kleinigkeiten unter Deck erledigt, wie zum Beispiel Gardinen genäht, die Navigationsecke neu organisiert, ein neues Ladegerät eingebaut, Kabel verlegt und vieles mehr.

Krafftstofffilterentlüftungsschraubengewindereparatur :-)

Alles in allem war es eine schöne, spannende Zeit in Bremerhaven. Jetzt sind wir wieder in Bremen, wo wir uns um all die Baustellen kümmern, die wir im Winter nicht angehen konnten. Wir wollen uns beeilen, denn in etwa zwei Monaten soll unsere Reise wieder weitergehen.

 

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