TamTam ist startklar

TamTam ist startklar

Nach ein paar Wochen ununterbrochener Arbeit an Boot und Computer hatten wir endlich unsere ToDo-Listen soweit heruntergebrochen, dass wir zwar lange nicht alles geschafft hatten, was wir schaffen wollten, aber zumindest startklar waren. Neben den Umbauarbeiten an TamTam mussten noch diverse berufliche Projekte erledigt werden. Die Krankenversicherung wurde gekündigt und eine neue Auslandskrankenversicherung abgeschlossen. Der Bulli wurde verkauft, auch wenn es weh tat. Vor der Übergabe an den neuen Besitzer haben wir noch einen ordentlichen Großeinkauf gemacht und alle Tanks und Kanister mit Diesel gefüllt. Eine Million Kleinigkeiten wurden erledigt, bzw. besorgt und was sonst noch so anfällt, wenn man für längere Zeit ins Ausland fährt.
So gut wie startklar, es muss nur noch alles verstaut werden
„Irgendwann muss man einfach los, sonst kommt immer eines zu anderen und man bleibt für immer an einem Fleck.“ „Das Boot ist nie fertig“, all diese nur zu bekannten Sprüche stimmen aber tatsächlich. Deshalb haben wir uns jede Menge Material für künftige Bootsprojekte eingepackt.
Der Kartentisch ist randvoll :-)
Noch eine gute Nachricht kam in letzter Minute vor unserem Aufbruch: Der NV-Verlag stellt uns die nötigen Seekarten zur Verfügung. Das Gute daran ist, dass bei den Papierkarten immer auch ein Download für die hauseigene Navigations-App dabei ist. So sind wir mit Seekarten digital und analog komplett ausgestattet! Vielen Dank dafür! Als Gegenleistung werden wir bei allen Häfen, die wir anlaufen, detaillierte Fotos von der Einfahrt, Landmarken und den Hafenanlagen machen, die später dann durch den NV-Verlag in die App eingebunden werden. An die neue Navigationsapp gewöhnen wir uns gerade noch, einige Funktionen sind anders, als unsere bisherige Navigationssoftware. Dazu gibt es später eine ausführlichere Einschätzung, wenn wir alle Funktionen ausgiebig getestet haben.
Die Schaltung ist gebrochen
In der Woche kurz vor unserem Start gab es noch jede Menge zu tun.
Zum Beispiel wollten wir „nur“ das Kabel von unserem Bugstrahlruder neu verlegen. Dabei fiel dann auf, dass ein entscheidendes Teil in der Einhebelschaltung vom Gashebel gebrochen war – deshalb verhielt sich die Schaltung immer so „schwammig“! Also nochmal losfahren, eine neue Schaltung kaufen, einbauen, wieder ein halber Tag verschenkt. Aber wir sind trotzdem froh, es vor der Abfahrt entdeckt zu haben und nicht erst beim Anlegeversuch mit viel Seitenwind oder so … 🙂

Das hundertste Mal bauen wir die Sprayhood zur Probe aufDer zweite Zeitfresser war unsere neue Sprayhood, die hat sich gewehrt, wo sie nur konnte. Sogar das Epoxy, das normalerweise innerhalb von einigen Stunden hart wird, hat diesmal in den Schraublöchern für die Befestigung fast drei Tage gebraucht. Am Mischungsverhältnis haben wir nichts geändert. Aber die Mühe hat sich gelohnt, nach gefühlt 250 Anproben, mehreren Abnähern und, und, und, sind wir inzwischen zufrieden mit dem Ergebnis. Ein paar Falten sind geblieben, aber die gucken sich noch weg 🙂
Endlich kann man etwas erkennen, wenn man durch die Scheiben schaut. Wir haben jetzt mehr als einen halben Meter Lauffläche an Deck dazubekommen und die neue Sprayhood verdeckt nicht mehr das halbe Oberlicht im Salon. Bei diesen warmen Temperaturen ist es besonders schön, dass man das mittlere Fenster öffnen kann. Und bei Regen wird der Niedergang nicht mehr nass! Die alte Sprayhood war einfach viel zu kurz und zu weit vorne angebracht.

Ein weiteres Großprojekt, das noch unbedingt vor der Abfahrt erledigt werden musste, waren die Batterien inklusive der Verkabelungen. Zwar ist unsere Stromversorgung mit dem Solarmodul und dem Windgenerator gesichert, aber das bringt alles nichts, wenn die Batteriekapazität nicht ausreicht um auch Tage mit wenig Wind und Sonne zu kompensieren. Es war gar nicht so leicht einen geeigneten Platz für die neue Verbraucherbatterie zu finden. Der original Einbauplatz in der Backbord Achterkabine ist einfach zu klein. Also haben wir ein komplett neues Batteriefach in die Steuerbord Achterkabine gebaut, bzw. laminiert, in dem sich jetzt die 280 Ah Verbraucherbatterie befindet und kentersicher verzurrt ist.

Die neue Verbraucherbatterie sitzt bombenfest

In dem ursprünglichen Batteriekasten sitzen nun ein weiterer Sicherungskasten, die Masseverteilerschiene und das neue Trennrelais.
Damit der Strom auch anständig fließen kann, wurden die alten (teilweise sehr korrodierten) 35mm² Kabel entsorgt und gegen neue 50mm² Kabel getauscht und die Anschlüsse der Hauptschalter überarbeitet, so das die komplizierte Schaltung nun Vergangenheit ist 🙂Die Starterbatterie neben dem Sicherungskasten, der Masseschiene und dem neuen Trennrelais

 

 

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