August 2012

Montag 20 August 2012

Sommertörn Teil3
Montag, den 20. August 2012 um 13:50 Uhr

In Gedser bunkerten wir am nächsten Morgen recht umständlich noch etwas Diesel, da wenig bis kein Wind vorher gesagt war. Noch im Fahrwasser versuchten wir unser Glück mit dem Spinnaker, aber selbst dafür reichte der Wind nicht, da er zu schwach und irgendwie auch zu umlaufend war.

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Also hieß es für uns den Motor anzuwerfen und nach Rödby zu motoren. Der einzige Vorteil: endlich kommen wir auf die nötigen Motorstunden. Wir haben uns fest vorgenommen, den neuen Motor noch diese Saison einzufahren.

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Es ging vorbei an den imposanten Windrädern im Fehmarn Belt, bis wir am frühen Abend in Rödby ankamen. Entgegen aller Kritik hat es uns dort recht gut gefallen. Handelshäfen besitzen halt ihren eigenen Charme - große Marinas haben uns noch nie gefallen. Der Strand und die Dünen in unmittelbarer Nähe, konnten sich ebenfalls sehen lassen.

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Am nächsten Morgen gab es zum Glück wieder Wind und wir machten uns, an Bagenkop vorbei, auf den Weg nach Marstal.

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Die Aries Windsteueranlage arbeitete wieder mal perfekt und so konnten wir uns während dessen ums Brotbacken kümmern und später faul auf dem Vorschiff liegen und unserer Bugwelle lauschen.

In Marstal legten wir uns an den hintersten Steg um die schöne Aussicht genießen zu können.

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Wir legten einen Hafentag ein, um Wäsche zu waschen und die Werften zu besichtigen.
Bei wenig Wind ging es schließlich weiter an Rudköbing vorbei nach Svendborg, wo kurze Zeit später auch Cati, Johannes und Uwe eintrafen.

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Der Hafen war verhältnismäßig leer, das Wetter super - so verbrachten wir zwei entspannte Tage zusammen, die wir mit Essen gehen, Kaffee und Kuchen verköstigen und gepflegtem "Nichtstun" vertrödelten - Urlaub halt.

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Pünktlich zum einsetzenden Regen, legten wir mit dem Ziel Söby auf Ärö ab. Wie sollte es anders sein, es war sehr kalt, nass und schwachwindig.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir dann Söby, wo ebenfalls erfreulich wenig los war. Gerade angelegt, hörte es auf zu regnen und die Sonne kam raus - war ja klar. Nach einen leckeren Riesen-Burger ging es auch schon bald ins Bett.
Der nächste Morgen zeigte sich wieder freundlich und so ging es nach kurzem motoren wieder unter Segeln und schönsten Bedingungen zurück in die Schlei, wo uns plötzlich bewusst wurde das der Urlaub zu ende ist.

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Unsere Route:



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Und noch mehr Bilder...

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Freitag 10 August 2012

Sommertörn Teil2
Freitag, den 10. August 2012 um 22:01 Uhr

Ok, das mit dem Sommer war eine kurze Angelegenheit.

Von Stubbeköbing ging es wegen Flaute unter Motor an den Kreidefelsen von Mön vorbei nach Rödvig, was unser Absprungshafen nach Kopenhagen sein sollte.

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Dort blieben wir wetterbedingt dann gleich vier Nächte, es kachelte ohne Unterbrechung, die Schauerböen setzten dem noch eins obendrauf.

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Die Zeit vertrieben wir uns unter anderem mit kulinarischen Experimenten in der Kombüse.

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Irgendwann wurde das Wetter besser und es ging nach Klintholm, durch die lange Zeit in Rödvig haben wir zuviel Zeit verloren und mussten Kopenhagen aufgeben.

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Kurz vor Klintholm erwischte uns mal wieder eine Schauerböe und wir mussten die letzten Meter gegen viel Wind aufkreuzen. Der Hafen war ungewöhnlich leer für die Hauptsaison. Da Klintholm nichts weiter zu bieten hat, ging es direkt weiter nach Gedser.

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Dank konstanten 20 Knoten Wind und mehreren Schauerböen schafften wir die etwa 30 Meilen recht zügig. Die neuen Segel und das neu aufgebaute Unterwasserschiff machen sich endlich bezahlt.

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Freitag 03 August 2012

Sommertörn Teil1
Freitag, den 03. August 2012 um 21:20 Uhr

Mit einer Woche Verspätung ging unser Urlaubstörn am Sonntag endlich los.

Vorher mussten noch einige Dinge am Schiff fertig gebastelt werden, und Nico hat direkt am ersten Urlaubstag eine schöne Sommergrippe bekommen, die auskuriert werden wollte.

Von Kopperby aus wollten wir erstmal nur weg - egal wohin und der Wind kam aus östlichen Richtungen, also ab nach Norden. In Schleimünde, wir liefen noch unter Motor und waren gerade am Überlegen wann wir wohl Segel setzen wollen, da kam plötzlich eine Jeannaeu Rush ganz dicht an uns heran und der Skipper fragte ob unser Solé Diesel gut läuft - er kannte uns über diesen Blog. Sehr nett, wir haben uns über die kurze Begegnung sehr gefreut!

An diesem ersten Tag hatten wir auch gleich richtig schönen Wind zum Segeln, unterwegs kam ein Schweinswal vorbei und wir ließen uns von der Windsteueranlage die 47 Meilen nach Arösund kutschieren.

Am Ende des Tages waren wir müde, aber glücklich, dass das Basteln endlich ein Ende hatte und dass wir offensichtlich alles richtig ein- bzw. umgebaut haben - jedenfalls segelte TamTam besser denn je.

Natürlich ging es am nächsten Morgen voller Elan gleich früh weiter. Kaum aus der Hafeneinfahrt heraus, waren Großsegel und Genua auch schon oben. Ein Blick zurück sagte uns dann aber schnell, dass wir mal lieber in Ruhe hätten frühstücken sollen - der Himmel war von einer Minuten auf die andere Tiefschwarz und dann hörten wir auch schon den Donner.


Mist, der Wind nahm schnell auf etwa 7-8 bft.  zu, sodass wir das Großsegel komplett bargen, um nur unter Vorsegel vorm Wind abzulaufen, was in der Enge zwischen den Inseln recht knapp wurde. Eine andere Yacht hatte offensichtlich mehr Schwierigkeiten beim Segel bergen und kam uns nach einigen wirren Kreismanövern mit flatternden, halb eingedrehten Segeln unter Motor entgegen. Einige Sekunden später schlug ein Blitz ein, und zwar in eine Untiefentonne, ca. 100 Meter voraus! Glück gehabt, uns hat er verschont!
Kurz darauf war der Spuk auch schon vorbei und wir setzten unseren Weg Richtung Norden fort.
Bei Middelfart sahen wir noch jede Menge Schweinswale und landeten am Ende des Tages in Juelsminde. Hier blieben wir glatt einen Tag, weil das Wetter wieder sehr "gewittrig" werden sollte und es in Strömen regnete.


Mittwoch machten wir uns dann auf den Weg, doch lieber Richtung Osten, weil wir hoffen, hier etwas mehr Wärme und weniger Regen und Gewitter zu haben. Leider passte der Wind nicht so richtig und wir kreuzten den ganzen Tag gegen ordentlich Wind und Strömung durch den großen Belt.

Ziemlich abgekämpft und durchgefroren kamen wir bei Vollmond in Kerteminde an. TamTam sah mal wieder aus als wäre nichts gewesen.


Von da aus machten wir am nächsten Tag einen kurzen Trip nach Nyborg (mal wieder begleitet von Donnern und Blitzen) und waren ganz begeistert von dem schönen Stadthafen.


Nun sind wir nach einem Tag mit Sonne, Wind, Flaute und Hitze (in dieser Reihenfolge) in Stubbeköbing angekommen und freuen uns über den plötzlichen Anflug von Sommer.


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