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Letztes Wochenende war es endlich soweit, der alte Motor sollte raus, der Neue rein. Aber der Reihe nach:
Am Freitagnachmittag kamen wir in Kopperby an und legten noch ein letztes Mal Hand am alten Motor an, damit er am nächsten Tag problemlos ausgebaut werden kann. Wir man sieht ist der Motor im hinteren Bereich nur durch die Backskiste zugänglich, was das Schrauben ziemlich erschwert hat.

Normalerweise guck ich nicht so grimmig wie auf dem Foto, aber wenn sich eine Holzleiste langsam immer weiter zwischen die Rippen bohrt und gleichzeitig abstehende Schrauben sich im Nacken verewigen, fällt mir ein Lächeln im Gegensatz zu Birte nicht leicht:-)

Abends war dann als Ausgleich entspanntes Grillen mit Cati und Johannes angesagt. Da der Grillplatz schon besetzt war, zogen wir spontan auf das Achterdeck der "Gipsy Girl" um. Dort platzierten wir den Grill auf zwei Holzbalken und konnten so nebenbei noch die herrliche Aussicht genießen.

Nach einem netten Zusammensein ging es nachts noch auf Dinghi Drift und anschließend ab in die Koje.
Am nächsten Tag hatten wir mittags den Krantermin. Da es aber ohne Motor nicht ganz leicht ist zum Kran zu verholen, kam Johannes mit seinem Dinghi "Klein Erna" und einem geliehenen 4PS Außenborder vorbei und schleppte uns ohne Probleme zum Steg am Kran. Schon beeindruckend, was so ein kleiner Außenborder schafft.

Nun ging alles recht schnell. Birte und ich haben einen Balken über den Niedergang gelegt, einen Flaschenzug an ihm befestigt und den Motor schon mal aus dem Fundament gehoben und im Salon abgelegt.

Anschließend wurde der Kran gestartet und Hafenmeister Harald hat den Motor auf den Millimeter genau aus dem Schiff gehoben.



Der neue Motor wurde keine 5 Minuten später genauso problemlos in den Bauch der TamTam gehoben. Interessant war, das wir den neuen Motor komplett ohne viel Mühe zu zweit aus dem Bulli getragen haben, den alten Motor ohne Anbauteile zu viert kaum in den Bulli bekommen haben (an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Johannes und Harald).

Den restlichen Tag verbrachten wir damit, die Bilge zu säubern, neue Schläuche zu verlegen und einen neuen Wassersammler zu verbauen.
Abends versorgten uns dann wieder Johannes und Cati mit leckerem Essen. Diesmal gab es sehr leckere selbstgemachte Pizza, wieder auf dem Achterdeck und wieder mit der tollen Aussicht auf der Gipsy Girl:-)

Vielen Dank, dass ihr uns das ganze Wochenende so gut versorgt habt. In dem entstandenen Chaos bei uns an Bord wäre das alles nicht so leicht gewesen.
Den Sonntag haben wir ein paar Restarbeiten am Schiff erledigt und uns mal die Kappelner Heringstage angeguckt. Cati und Johannes sind nach einem gemeinsamen Kaffee und Kuchen abgereist und wir haben den Abend im Cockpit unserer TamTam verbracht :-)
Am nächsten Tag kam dann der Mechaniker um mit uns den Motor im Fundament zu platzieren und auszurichten. Leider mussten wir dabei feststellen, dass unsere Welle genau drei Zentimeter zu kurz ist. Zwar haben wir vorher genau gemessen ob der neue Motor passen würde, aber leider nicht eingerechnet, dass der neue Verbindungsflansch einen größeren Durchmesser hat als der alte, und der Motor so ein ganze Stück weiter nach vorne muss, damit alles passt. Wir haben es gedreht und gewendet, aber es gibt keine andere Alternative: TamTam muss nochmal aus dem Wasser und bekommt eine neue Welle. Das Ganze ist zwar ärgerlich und passt nicht so recht in den Zeitplan, aber damit haben wir schon gerechnet. In dem Zusammenhang werden wir auch gleich die Stopfbuchse erneuern und wissen dann, das alles in Ordnung ist und wir erst mal Ruhe haben was das Thema angeht.
Jetzt heißt es aber erst mal wieder Organisieren und Teile besorgen.
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